Markus Heimburger (l.) und Ulf Seefeldt hören am Saisonende beim TuS Ottenheim auf. ©handball-server

Ulf Seefeldt hört mit Kollege Markus Heimburger als Trainer des TuS Ottenheim am Saisonende auf. Nachfolger Heiko Rogge sieht der Aufgabe zuversichtlich entgegen.

 

Ein Geheimnis war es nicht, doch in Corona-Zeiten dauert es dann manchmal etwas länger, bis Nachrichten öffentlich werden. So wie nun beim Handball-Südbadenligisten TuS Ottenheim. Da hat nämlich das Trainer-Duo Ulf Seefeldt/Markus Heimburger schon Anfang Dezember seinen Abgang zum Saisonende angekündigt. Doch erst am Sonntag machte der Verein die Nachricht ­publik und präsentierte mit Heiko Rogge auch gleich den Nachfolger (wir berichteten).

„Es fühlt sich ganz komisch an. Denn auszuschließen ist nicht, dass in dieser Saison gar nicht mehr gespielt werden kann“, hätte sich Seefeldt ein schöneres Ende seiner vierten Trainer-Amtszeit (1998-2003 Frauen, 2003 – 2008, 2011-2013 und seit 2018 Männer) bei dem Verein vorstellen können, den der gebürtige Delmenhorster nach 25 Jahren mittlerweile „Heimatverein“ nennt.

Bis zum Ende ein Team

Der Entscheidung, nicht mehr weiterzumachen, fusste zunächst auf dem „Drei-Jahres-Gedanken“. Für ihn ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel. „Und drei Jahre sind im Sommer um“, so Seefeldt. Hinzu kam, dass Kompagnon Heimburger aus zeitlichen Gründen das Amt nicht mehr weiterführen kann. „Wir sind als Team angetreten und wollen nun auch als Team aufhören“, sagt Seefeldt, der mit Heimburger die Mannschaft 2020 in die Südbadenliga zurückgeführt hat. Angesichts der zweiten Saison, die stark von Corona beeinträchtigt ist, sei es zudem „vielleicht auch ganz gut, dass ein kompletter Schnitt gemacht wird“.

Persönlich lässt Seefeldt nun erst mal Zeit ins Land gehen. „Ich kann mir vorstellen, im Handball auch mal nichts zu machen“, schmunzelt der Rundfunk-Journalist, der als Familienvater, begeisterter Skifahrer und Dauerkarten-Inhaber beim SC Freiburg seine Freizeit auch anderweitig zu nutzen weiß.

Rogge zuletzt bei den Frauen

Ruhiger ließ es auf jeden Fall die vergangenen anderthalb Jahre Nachfolger Heiko Rogge angehen. Der 47-Jährige, der in siebeneinhalb Jahren beim TuS Ringsheim Spuren hinterlassen hat, musste beruflich kürzer treten und trainiert derzeit die zweite Frauenmannschaft der SG Ohlsbach/Elgersweier, die er vor Jahren als „Erste“ schon in der Südbadenliga gecoacht hatte. 

Beruflich hat der Key-Account-Manager künftig nun wieder mehr Zeit und auch Lust auf die neue Aufgabe („Die Sucht hat mich nicht losgelassen.“) beim TuS Ottenheim. „Die Aufgabe ist sehr interessant, da die Mannschaft zusammenbleibt. Ich glaube, das passt emotional und auch von der Philosophie“, ist der Diersburger überzeugt. 

Schnelle Zusage

Fremd ist ihm das Team des TuS Ottenheim nicht. Gabriel Kaufmann kennt er aus Ringsheimer Zeiten, David Fritsch aus Elgersweier. „Und in den vergangenen Jahren habe ich mir auch das ein oder andere Spiel angesehen“, sagt Heiko Rogge, der mit der „überraschenden Anfrage nicht gerechnet“ hatte, dann aber relativ schnell seine Zusage gegeben hat.

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