Jochen Remmel (l.) und David Monschein initiierten eine außergewöhnliche Silvester-Aktion. ©Privatfoto

Da der Silvesterabend aus bekannten Gründen nicht wie gewohnt im großen Kreis gefeiert werden konnte und Regeln wie die erweiterte Ausgangssperre eingehalten werden mussten, organisierten die Handballer Jochen Remmel und David Monschein vom HGW Hofweier einen Online-Spieleabend für sich und Freunde, die per Videokonferenz zugeschaltet wurden.

 

„Wir wollten einfach alle mal wieder sehen, weil man sich in den Hallen ja zur Zeit nicht mehr trifft und es durch die Kontaktreduzierung auch schwierig ist, gerade ehemalige Mitspieler nicht aus den Augen zu verlieren. Deswegen waren neben unseren aktuellen Teamkameraden auch ehemalige dabei, die in anderen Vereinen aktiv sind oder aufgehört haben”, erklärt Remmel. 

Aufwändige Formate

Um die Wartezeit bis Mitternacht zu verkürzen, hatten die beiden Organisatoren mehrere aufwändige Formate vorbereitet und sogar eine Website programmiert, doch der Spaß allein war nicht Anlass zum Online-Treffen. „Unser Jahr war nicht besonders toll, aber trotzdem gibt es viele, deren Jahr wirklich schlimm war und die unsere Aufmerksamkeit und Hilfe benötigen”, so Remmel, „also haben wir überlegt, was wir tun können”. 

Kreativität für guten Zweck

So kamen die beiden auf die Idee, dass alle Teilnehmer der Online-Konferenzen freiwillig Spenden abgeben konnten, die dann zusammen an den Förderverein für krebskranke Kinder e. V. Freiburg übergeben werden sollten. Mit Spenden hatten sie im sozial eingestellten Freundeskreis durchaus gerechnet, doch der endgültige Betrag von 2650 Euro überraschte nicht nur in seiner Höhe, sondern auch in seiner Zusammensetzung: Die Aktion sprach sich schnell herum, und so spendeten an Silvester Handballer verschiedener Vereine der Region. 
„Das hätten wir nicht gedacht. Aber wir sind natürlich begeistert, dass wir einer so wichtigen Sache einen solchen Betrag zuschießen können”, freut sich Monschein. Die Handballer aus Hofweier beweisen mit ihrer Aktion nicht nur einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Pandemie, sondern auch Kreativität, die zum guten Zweck genutzt wurde. Vorbildlich!

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