Nach zuletzt drei Siegen in Folge für das Team von Trainer Jonathan Stich kommt es nun zum Kräftemessen mit der Drittligareserve der HSG Konstanz.


Die Gastgeber sind das Überraschungsteam der neuen Oberliga-Saison und sind nach sechs Spieltagen immer noch ohne Verlustpunkt. Die Mannschaft von Trainer Matthias Stocker schaffte nach dem Abstieg in der Saison 2016/2017 den direkten Wiederaufstieg von der Südbadenliga in die Oberliga.

Durch die sechs Siege in Folge ist die HSG saisonübergreifend sogar bei zwanzig Spielen in Serie ohne Niederlage. Man kann also schon fast sagen, dass die Konstanzer das Verlieren verlernt haben. Das Team ist eines der jüngsten der Liga und überzeugt vor allem durch ihre Ausgeglichenheit. So kann Stocker fast schon im Minutentakt auswechseln, ohne dass ein Leistungsabfall zu sehen ist. Gerade deswegen kann die HSG nahezu über die ganze Spieldauer ein enormes Tempo gehen und macht es so jedem Gegner schwer. Hervorzuheben ist dabei Rückraumspieler Samuel Löffler, der wohl einer wenn nicht sogar der beste Einzelspieler der Liga ist. Zudem stellen die Konstanzer eine erstklassige 6:0-Abwehrformation, die durch Routinier Kai Mittendorf zusammengehalten wird. "Die HSG 2 hat einen Wahnsinns-Lauf und reitet auf einer Euphoriewelle. 20 Spiele in Folge saisonübergeifend ungeschlagen zu bleiben ist eine starke Leistung. Das schafft man nur mit ganz akribischer Arbeit, großer Motivation und einer kleinen Portion Glück. Sie sind bisher die mit Abstand konstanteste Mannschaft der Liga und haben es in all ihren sechs Spielen geschafft, ihre Art des Handballspielens durchzusetzen." so TuS-Trainer Stich vor der Begegnung am Samstag in der Schänzlehalle.

So ist Steißlingen zwar als Außenseiter zu Gast, will jedoch alles daransetzen, die Siegesserie der HSG Konstanz II zu unterbrechen und weiter Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Als Fan darf man sich auf ein sicherlich temporeiches Spiel freuen, zeigte Steißlingen gegen die SG Köndringen/Teningen doch selbst ein hervorragendes Tempospiel. Dementsprechend wird es auch darauf ankommen, wer die hohe Geschwindigkeit länger mitgehen kann und wer selbst im Angriff weniger Fehler macht. So geht der TuS selbst mit breiter Brust in das kommende Derby, hat man doch mit drei Siegen in Serie Selbstvertrauen getankt und will man diese Serie weiter fortführen. Schlüssel zum Erfolg wird dabei wieder die 3:2:1-Abwehr des TuS sein, ließ man die Gegner zuletzt doch reihenweise verzweifeln an der aggressiven und agilen Deckungsvariante. Zudem sollte der TuS leichte technische Fehler vermeiden, da Konstanz dies in der Regel eiskalt über die erste und zweite Welle bestraft. Dabei kann Stich auf einen breiten Kader zurückgreifen, lediglich der Einsatz von Rückraumspieler Maurice Wildöer ist nach einer Zerrung im Training weiterhin fraglich.

"Auch wenn wir wissen, dass es unglaublich schwer wird diese super eingespielte Mannschaft zu schlagen: Wir wollen das erste Team sein, dem das in dieser Saison gelingt. Das Potenzial und die Form dazu haben wir! Ich bin mir sicher, dass viele Hegauer den Weg nach Konstanz finden und ihr Team lautstark unterstützen werden. Der Heimspielcharakter sollte dem Team nochmals einen zusätzlichen Motivationsschub geben." zeigt sich TuS-Trainer Stich zuversichtlich. Anpfiff ist am Samstag bereits um 17:30 Uhr in der Schänzlehalle.

HSG Konstanz  TuS Steißlingen

Zum Seitenanfang