Alexander Kubitschek kehrte nach einem Ausflug zur SG Leutershausen mit einem Jahr Zweitklassigkeit wieder zur HG Oftersheim/Schwetzingen zurück.


Vor dem mit Spannung Handball-Derby plauderte der Kreisläufer „Kubi“ ein wenig aus dem Nähkästchen:

Wie ist das Gefühl nach Deiner OP wieder spielen zu dürfen? Noch dazu für die HG!!!
Alexander Kubitschek: Ich bin natürlich überglücklich wieder auf der Platte stehen zu können und Dr. Thier und unserer Physio Sandra Daub dankbar für Ihre tolle Arbeit. Mein Comeback konnte ich direkt mit einem Derbysieg gegen Großsachsen feiern, was natürlich ein unbeschreiblich gutes Gefühl ist. Durch die letzten zwei Wochen im Training und Spiel habe ich natürlich auch an Sicherheit und Vertrauen in die Hüfte wieder dazu gewonnen.

Bist Du schon wieder bei 100 Prozent und vollständig in die Mannschaftsabläufe integriert?
Kubitschek: Nein, bin ich nicht. Ich denke, das ist aber auch völlig normal, wenn man über fünf Monate ausfällt und seit zwei Wochen erst wieder voll im Training ist. Von daher fehlt mir natürlich Spielpraxis, was ich vor allem im Angriff merke, weil ich aufgrund meiner Verletzung seit Mitte Januar schon nicht mehr gespielt habe. Die Integration in die Mannschaft hat in meinen Augen sehr gut geklappt. Menschlich verstehe ich mich mit allen richtig gut, aber ich kenne die meisten ja auch schon echt lange. Sportlich finde ich, fehlen mir nur noch Kleinigkeiten, die mit der Zeit kommen.

Welche Kleinigkeiten?
Kubitschek: Ich denke ein wenig die Eingespieltheit, welche durch Training und Spiel von ganz alleine kommt. Ich habe zwar schon vor zwei Jahren hier bei der HG gespielt, aber die Mannschaft hat sich in meinen Augen unter Holger Löhr und Matthias Polifka nochmal weiterentwickelt und von der Art zu spielen, ein stückweit verändert. Zudem hatte ich zwei Jahre andere Mitspieler sowie einen anderen Trainer um mich herumgehabt und hatte aufgrund meiner Verletzung keine Vorbereitung mit der Mannschaft.

Wie schlimm war es, nur zuschauen zu dürfen?
Kubitschek: Ich denke für jeden Sportler ist es schlimm, nicht spielen oder trainieren zu können. Durch die Sommerpause habe ich zum Glück nicht allzu viele Pflichtspiele verpasst, konnte somit auch meinen Sommer anders gestalten als die Jahre davor und mich ablenken. Am meisten genervt haben mich ehrlich gesagt die Krücken!

Wie siehst Du Deine Rolle im Team? Was sind Deine Aufgaben?
Kubitschek: Meine Rolle im Team ist klar verteilt – ich bin wieder Kassenwart! Meine Aufgabe besteht eigentlich darin, eine gewisse Grundaggressivität und Spannung durch provokante Sprüche bezüglich Strafen im Team aufzubauen und muss dafür sorgen, dass genug Geld bis zum Saisonende in der Mannschaftskasse ist. Des Weiteren bin noch Teil eines mehrköpfigen Abschlussfahrtkomitees und bin somit auch ein stückweit in die Planung der Kulturreise am Ende der Saison verwickelt

Dein persönlicher Ausblick aufs Derby?
Kubitschek: Ich persönlich freue mich sehr auf das Derby. Derbys sind immer etwas ganz Besonderes, es liegt eine besondere Spannung in der Luft und es herrscht immer eine andere und aggressivere Stimmung als bei normalen Spielen. Zudem ist es auch mein allererstes Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel mit Nußloch für mich. Davor habe ich nie mit der SGN in der gleichen Staffel oder Liga gespielt. Von den Einzelspielern und der individuellen Klasse ist Nußloch denke ich mal Favorit. Die HG hat es aber letzte Saison in beiden Spielen geschafft Nußloch zu schlagen, warum sollten wir es dann am Sonntag nicht wieder schaffen? Das wird allerdings nur möglich sein, wenn wir wieder alles die Waagschale werfen, was uns zur Verfügung steht, wir als Mannschaft zusammenstehen, kämpfen und genauso toll von der Nordstadthölle unterstützt werden wie im Derby und letzten Heimspiel gegen Großsachsen. Also kommt alle in die NSH und unterstützt uns!

Anpfiff: HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Nußloch, Sonntag, 17 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen.

HG Oftersheim/Schwetzingen  SG Nußloch

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