Auch im Rückspiel der Relegation gab es vor vollem Haus eine Niederlage. Bilder

 






Wenn man schon in den Relegationsspielen gegen einen schwachen Gegner aus der Südbadenliga die Segel streichen muss, dann ist es vielleicht besser, dass das Schiff im Hafen bleibt. Zwar rettete Pfosten und Querlatte der SG Baden-Baden/Sandweier in zahlreichen Fällen den Vorsprung, doch unterm Strich zählt eben nur das Ergebnis.

Die Gäste starteten mit dem 0:2 besser ins Spiel und hatten sich nach neun Minuten auf 4:7 abgesetzt. Die HSG Meißenheim/Nonnenweier kam erst nach einer Zeitstrafe gegen Julia Ahlbrand zum 7:7 Ausgleich, wonach eine Auszeit vom Matthias Frietsch folgte. Eine Führung der Gastgeberinnen konnte damit verhindert werden, die SG Baden-Baden/Sandweier setzte sich in der Folge mit 8:11 wieder etwas ab. Die Wilhelmi-Sieben zeigte sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit gewillt, eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang zu erzielen, musste sich aber mit einem 13:13 zufrieden geben.

Es war einfach zu wenig Zugriff in der Abwehr und variablem Spiel im Angriff der HSG feststellbar. Jana Häß, spielte nach dem Gesichtstreffer im Hinspiel mit Nasenschutz, zeigte aber mit Abstand die beste Leistung bei den Einheimischen. Erwähnenswert noch Katrin Brunner, die 13/8 Tore erzielte. Der Rest spielte unter seinen Möglichkeiten. Daher war klar, dass auch eingefleischte Fans nicht mehr so richtig an eine Wende in der zweiten Halbzeit glauben wollten.

Die erste Führung der Gastgeber im Spiel (14:13) erfolgte dann prompt, es dauerte allerding bis zur 41. Minute um ein weiteres Tor zwischen die Mannschaften zu schieben (20:18). Die SG Baden-Baden/Sandweier bot mehrere Möglichkeiten an, um die Differenz auszubauen, doch wenn am Kreis kein Ball gefangen wird und man beste Chancen nicht verwertet, bleibt es bei einem knappen Ergebnis. So folgte nach dem 25:23 das 25:25 und nach dem 27:26 das 27:28.

Sichtlich bemüht wenigstens noch den Heimsieg in der Relegation zu ermöglichen, spielte man dem Gegner aber in die Hände. Daniela Raster stellte bereits nach 57 Minuten den 29:30 Endstand her. Danach holte sich Kristina Wansidler noch ihre dritte Zeitstrafe ab und setzte sich zu den Fans.

Sicherlich war für die HSG Meißenheim/Nonnenweier mehr drin in dieser Relegation. Doch die Lockerheit der Saisonspiele fehlte und in der Breite ist die Mannschaft von Stefan Wilhelmi noch zu schwach aufgestellt. Die Talente brauchen noch etwas Zeit um gegen Südbadenligisten bestehen zu können, vielleicht ist es auch besser so.

HSG Meißenheim/Nonnenweier: Judith Thiepold, Hannah Kopf, Lisa Baden, Melissa Ziegler, Kristina Wansidler 6, Katrin Brunner 13/8, Kerstin Erb 3, Jana Häß 6, Laura Bensch, Celine Frenk, Stefanie Schiff, Lisa Betrand, Dana Wilhelmi 1.

SG Baden-Baden/Sandweier: Astrid-Jana Kinz, Julia Assal, Sandra Maschke 4, Julia Ahlbrand 11/4, Helen Fritsch 3, Nina Eisele, Anna Kuypers 5, Daniela Raster 2, Jessica Pforr 2, Anna-Lena Braun, Svenja Lorenz, Natalia Grgic, Diana Mettke 3, Paula Merkel.

HSG Meißenheim/Nonnenweier 

Zum Seitenanfang