Jetzt kommt Aufsteiger Dansenberg.


Einmal mehr versuchte ein Interview-Partner in Metzingen Holger Löhr Aussagen zu höheren Zielen oder Ambitionen zu entlocken. Mit leicht genervtem Gesichtsausdruck entgegnet er zum wiederholten Male Stichworte wie Weiterentwicklung der Spieler und der Spielkultur, Nachhaltigkeit Ausbildung etc. Worte und Statements, die auch beim Spitzenreiter Kornwestheim, von den  Rhein-Neckar-Löwen II und anderen wie Haßloch, Balingen-Weilstetten II, Neuhausen/Filder, Köndringen/Teningen, Pfullingen (um nur einige zu nennen) zu hören und lesen sind. Anders beim am letzten Sonntag der HG unterlegenen TV Neuhausen, der ja vor Rundenstart angedeutet hatte, möglichst schnell „das Intermezzo“ in der 3. Liga beenden  zu wollen, den Wiederaufstieg anstrebt.

Doch davon ist er derzeit noch recht weit entfernt. Aber wie gehabt ist in dieser Spielklasse alles recht eng beisammen. Für Löhr und sein Team, das derzeit auf Rang 2 eingegliedert ist, sind es nach den letzten Erfolgen gerade mal acht bis zehn Punkte je nach Sichtweise auf den ersten Abstiegsrang. Mit Aufstiegsgedanken braucht ihm keiner zu kommen, schließlich ist erst etwas mehr als ein Drittel der Saison ausgetragen – 19 Pflichtspielbegegnungen sind für die HG noch bis Anfang Mai zu absolvieren. Aber davon will Löhr natürlich möglichst viele erfolgreich bestreiten, „ich will immer gewinnen“. So nun auch hoffentlich gegen Aufsteiger TuS Dansenberg, der aktuell knapp vor den Abstiegsplätzen rangiert.

Die Männer aus dem Pfälzer Wald haben bislang einen etwas holprigen Saisonverlauf hinter sich gebracht, sorgten aber immer wieder für Aufhorchen bei ihren Ergebnissen. Zuletzt trotze der TuS den RNL einen Punkt ab und besiegte im Kellerduell Köndringen/Teningen, was in dem 1969 eingemeindeten Dorf bei Kaiserslautern als umfassender Befreiungsschlag gefeiert wurde. Dieser Schwung soll auch in die anstehende Partie mitgenommen werden.

Also gibt es keinerlei Grund bei Oftersheim/Schwetzingen sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen. Löhr will sich wie gehabt nicht zu sehr auf den Gegner fokussieren, warnt aber selbstverständlich vor dessen Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit. Gegen keinen der Kontrahenten – unabhängig von dessen aktueller Tabellenplatzierung – dürfe sich ein Drittligist während der 60-minütigen Spielzeit eine zu lange Auszeit erlauben.

Was dann passiert, mussten die Kurpfälzer Ballwerfer schon mehrfach schmerzlich erfahren. So in Oppenweiler, als ein fast sicher geglaubter Sieg noch in einem Unentschieden mündete oder das Heimspiel gegen Neuhausen/Filder nach der Pause mit einer Flaute in den Sand gesetzt wurde. Deshalb fordert der Coach von seinen Jungs weiterhin unermüdliche Konzentration, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft, auch um dem Publikum seine Unterstützung zu honorieren. Dabei wird immer noch ein Quartett seiner Leute nur von der Tribüne das eigene Team unterstützen können. Simon Förch, Kevin Suschlik, Lucas Gartner und Adrian Fritsch sind bis auf weiteres noch zum Zuschauen verdammt.

Nicht zuschauen wird indes der Pfälzer Neuzugang bei der HG, Tom Jansen, sondern will wieder angreifen, hofft sein neues Team mit seinem Einsatz zu unterstützen: „Ich denke, dass wir mit Dansenberg einen starken Gegner erwarten, jedoch eine gute Chance haben. Wenn wir an unseren Leistungen von den Spielen in Pforzheim und gegen Nußloch anknüpfen, haben wir gute Karten.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Dansenberg (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

 HG Oftersheim/Schwetzingen  TuS 04 Dansenberg

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