Willstätts Spielmacher Daniel Schliedermann hat Probleme mit dem Oberschenkel, hofft aber, dass er am Samstag gegen Krefeld spielen kann. ©Peter Heck
Der TV Willstätt geht mit einem guten Gefühl in sein erstes Heimspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga, auch wenn der Gegner am Samstag (20 Uhr) in der Hanauerlandhalle, Ex-Zweitligist HSG Krefeld Niederrhein, zu den Topteams auf den Aufstieg zählt.

„Wir haben in Dansenberg insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Sicher waren wir bei der Torhüterleistung im Vergleich zu Dansenberg hinten dran, und in der entscheidenden Phase habe wir den einen oder anderen Fehler gemacht, doch wir können auf der Leistung vom ersten Aufstiegsspiel aufbauen. Wir haben auch gegen Krefeld eine Chance, nur diesmal wollen wir sie nutzen“, schöpft Willstätts Handball-Boss Rainer Lusch Zuversicht aus dem 27:29-Auftritt vor einer Woche beim Mitte-Drittligisten TuS Kaiserslautern-Dansenberg.

Unter die ersten vier als Ziel

„Die Mannschaft hat diese Woche sehr konzentriert trainiert. Man hat gemerkt, dass es eine bittere Niederlage war. Ich bin optimistisch, dass wir wieder ein gutes Spiel machen. Diesmal wollen wir uns aber belohnen“, peilt Willstätts Trainer Ole Andersen am Samstag den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde an, um in der Einfachrunde der Gruppe B am Ende einen der ersten vier Plätze zu belegen, der zu den Überkreuzspielen gegen die Gruppe A berechtigt.

Krefeld will in 2. Liga

Die HSG Krefeld, die beim Abbruch der Drittliga-Saison mit 4:4 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz in der Staffel Mitte stand, hat ihr Auswärtsspiel in der normalen Meisterschaftrunde in Dansenberg mit 28:34 verloren. Doch die Westdeutschen haben für die Aufstiegsrunde klar das Ziel 2. Liga ausgerufen. Dazu wurde mit Maik Pallach, zuletzt Sportlicher Leiter des Zweitligisten TV Großwallstadt, ein neuer Trainer verpflichtet. Neu geholt wurden auch der niederländische Nationalspieler Robin Schoen­aker (25/von Sporting Pelt/Belgien) und der 2,02 Meter große Kroate Domagoj Srsen (30/zuletzt Wilhelmshaver HV), der für Hannover-Burgdorf schon Bundesliga gespielt hat. Das Duo soll die Abwehr im Mittelblock kompakter machen.

Keeper Krechel starker Rückhalt

Zentrale Figur im Krefelder Spiel ist allerdings ein anderer Kroate. 95-Kilo-Mann Marijan Basic lenkt auf Rückraummitte den Angriff. Allerdings gelang Krefeld erst mit der Herausnahme des 34-Jährigen die Wende im ersten Aufstiegsspiel gegen die HSG Hanau. Beim Stand von 17:23 in der 43. Minute brachte Trainer Pallach den 19-jährigen Carlos Marquis für Basic. Der Youngster wusste mit überraschenden Zuspielen und einer Portion Selbstvertrauen zu überzeugen und erzielte am Ende in Unterzahl auch das entscheidende Tor zum 27:26-Heimsieg. Mindestens einen Punkt beim Krefelder Auftakt-Erfolg sicherte aber über 60 Minuten Oliver Krechel. Der 30-jährige Ex-Bundesliga-Torhüter, der Erst- und Zweitliga-Erfahrung beim HSC Coburg und beim SC ­DHfK Leipzig gesammelt hat, verlässt die HSG allerdings nach der Aufstiegsrunde Richtung Zweitligist TV Emsdetten.

Schliedermann angeschlagen

Personell gibt es beim TV Willstätt noch das eine oder andere Fragezeichen. Während Alexander Velz, der in Dansenberg trotz Rippenprellung zu den besten TVW-Spielern zählte, nach einem erneuten Schlag in die Seite am Samstag dabei sein wird, ist das bei Daniel Schliedermann noch nicht hundertprozentig. Der schnelle und torgefährliche Mittelmann hat Probleme mit einer alten Oberschenkel-Zerrung. Vielleicht kann auch Felix Gäßler gegen Krefeld spielen. Am Mittwoch hat der Rückraumspieler erstmals nach seiner Schulterverletzung aus einem Testspiel wieder mittrainiert.

Spiel live im Internet

Am Samstag dürfen corona-bedingt zwar keine Zuschauer in der Hanauerlandhalle dabei sein, doch die Fans des TV Willstätt können das Spiel ihrer Mannschaft live im Internet auf sportdeutschland.tv für 4,50 Euro verfolgen. Willstätts Handball-Boss Rainer Lusch hofft, dass viele zuschauen: „Denn von den 4,50 Euro bekommen wir drei Euro. Das ist eine schöne Unterstützung für den Verein in Corona-Zeiten“, sagt Rainer Lusch.

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