3. Handball-Bundesliga: 29:29 beim seit elf Spielen ungeschlagenen HG Saarlouis / Auch Abstiegskonkurrent Neuhausen punktet


Wie wichtig der Zähler beim 29:29 (14:16) am Samstag bei der inzwischen in elf Spielen (neun Siege) ungeschlagenen HG Saarlouis am Ende für denTV Willstätt war, bestätigt der Blick auf die Ergebnisse und Tabelle der 3. Handball-Bundesliga. Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Klassenerhalt zwischen dem TVW und TSV Neuhausen/ Filder spitzt sich zu. Denn die Neuhausener sicherten sich mit einem Remis beim Meister HSG Konstanz ebenfalls einen Zähler, es bleibt somit bei einem Punkt Vorsprung für die Ortenauer. »Wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand. Stehen immer noch auf Platz 13. Gegen Kornwestheim am Gründonnerstag muss die Hanauerlandhalle brennen«, blickte TVW-Coach Marco Schiemann eine Viertelstunde nach Spielende schon auf die kommende Aufgabe seiner Schützlinge, die »überragend gekämpft und sich fast mit zwei Punkten belohnt haben« (O-Ton Schiemann).

Der TV Willstätt bewies über weite Strecken, dass man inzwischen die Qualität hat, um mit den Teams der oberen Tabellenregion auf Augenhöhe zu spielen. Die Zuschauer sahen eine Partie mit viel auf und ab. So führten die Gäste nach fünf Spielminuten mit 4:2, lagen nach 13 Minuten 6:10 zurück und glichen in der 21. Minute wieder zum 11:11 aus.

In den letzten 150 Sekunden vor der Pause, nach einer Zeitstrafe gegen Ben Veith, kassierten die Schiemann-Schützlinge dann zwei Gegentreffer. Saarlouis nahm eine Zwei-Tore-Führung mit in die Halbzeit. »Vielleicht hat uns heute die Konstanz in der Leistung gefehlt, zu viele Schwächephasen mussten wir mit viel Kraftaufwand wieder ausgleichen«, erkannte Marco Schiemann.

Das setzte sich auch im zweiten Spielabschnitt fort. Bis zur 40. Minute (19:19) war das Duell ausgeglichen, dann setzte sich die Sieben von Trainer Philipp Kessler bis zur 45. Minute auf 23:20 ab. Zehn Minuten vor Spielende beim 26:21 schien das Spiel bereits entschieden. Aufseiten der Saarlouis-Fans herrscht Hochstimmung. Doch zweimal Christopher Räpple, der sich fit zurückmeldete, und Regis Matzinger sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der TVW nach 53 Minuten wieder auf zwei Treffer an der HG dran war. Hochspannung nun in der Halle. Zwar erhöhte Maximilian Hartz wieder auf 27:24, doch Kampf und Einsatz der TVW-Akteure wurden belohnt: Räpple mit seinem zweiten Siebenmeter, Christian Skusa vom Kreis und erneut Räpple sorgten mit ihren Treffern für den 27:27-Gleichstand drei Minuten vor dem Ende. 60 Sekunden waren dann noch zu spielen, da erzielte Matzinger die 29:28-Führung für Willstätt. 26 Sekunden vor der Schlusssirene glich Philipp Leist wieder aus. Doch nochmals Ballbesitz für Willstätt, und eine Sekunde vor Ende eine strittige Situation, als Räpple am Kreis der Hausherren klar gefoult wurde, die Schiedsrichter aber nur auf Freiwurf statt Siebenmeter entschieden.

»Es war ein verdienter Punkt. Trotz des Ärgers über die strittige Entscheidung am Ende sind wir glücklich über das Remis. Wir hatten ein paar richtig starke Phasen«, war Marco Schiemann zufrieden.

HG Saarlouis – TV Willstätt 29:29 (16:14) Saarlouis: Schulz, Jonczyk; Kreis, Leist 7/4, Walz 4, Hartz 2, Lielais 1, Grbavac 5, Louis 4, Thierry 2, Noll 4. Willstätt: Zölle, Grzybowski; Skusa 5, Fessler, Räpple 4/2, Dodig 5, Markovic, Matzinger 4, Durand, Oßwald 1, L. Veith, Schlampp 2, Schliedermann 4/2, Knezovic, Gäßler 4, B. Veith. Schiedsrichter: Nicolas Jaros/Felix Thrun; Zuschauer: 1106.

HG Saarlouis 

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