Am Donnerstag legen die Kadetten los


Am 12. September starten die Kadetten Schaffhausen in die VELUX EHF Champions League. Der amtierende Schweizer Meister beginnt in der Königsklasse des Vereinshandballs in Gruppe D mit einem Heimspiel gegen Dinamo Bukarest. Anwurf in der BBC Arena ist am kommenden Donnerstag um 20.15 Uhr. MySports überträgt das Spiel und alle weiteren Auftritte der Kadetten live im TV.

Nach einem Jahr Abstinenz ist Schaffhausen zurück in der Beletage. Die Kadetten treten 2019/20 wieder in der Champions League an und messen sich mit fünf Mannschaften in der Gruppe D. Das Team von Trainer Petr Hrachovec will sich deutlich besser präsentieren, als beim letzten Auftritt in der Champions League. 2017/18 schaffte man den anvisierten Sprung in die Zwischenrunde nicht.

Eben jene Runde mit den Top 2 Teams der Gruppen C und D wollen die Schaffhauser in der bevorstehenden Kampagne schaffen. Um einen der ersten beiden Plätze in der Sechsergruppe zu erreichen, müssen die Munotstädter allerdings durchgehend eine Leistung am oberen Limit abrufen. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt der Blick auf die anspruchsvolle Konkurrenz.

Dinamo Bukarest
Zum vierten Mal in Folge tritt der aktuelle rumänische Meister in der Champions League an. In der Vorsaison verpasste Bukarest den Einzug ins Achtelfinal nur hauchdünn. Als eine der vier besten Mannschaften der Gruppen C und D verlor Dinamo in der Zwischenrunde zweimal mit einem Tor gegen Sporting Lissabon. Zur neuen Saison kam von Montpellier HB Mohamed Shebib. Der Ägypter gewann mit den Franzosen 2018 die Champions League. Aus seiner Zeit in der Schweiz ist zudem noch Ante Kuduz bekannt. Der Kroate spielte von 2016 bis 2018 für Pfadi Winterthur. Auch mit den Kadetten kreuzten sich bereits die Wege. In der Saison 17/18 gewann in der Gruppenphase jeweils die Heimmannschaft.

Wisla Plock
Zu einem Wiedersehen kommt es beim Duell mit Polens Meisterschaftszweiten. Kadetten-Meistergoalie Ivan Stevanovic zog erst vor wenigen Monaten weiter in Richtung Polen. Ebenfalls in Diensten der Polen steht Ex-Otmar Topscorer Ondrej Zdrahala. Der Tscheche ist einer von wenigen Spielern, die bereits im Vorjahr für Plock aufliefen. Nicht weniger als neun neue Spieler verpflichtete Wisla in der Saisonpause – acht Spieler verließen den Club im gleichen Zeitraum. Prominentester Neuzugang ist der ehemalige Champions League- und EHF Cup-Sieger Konstantin Igropulo. Plock ist seit 2013 Dauergast in der Champions League und schaffte seitdem viermal den Sprung ins Achtelfinal.

Medwedi Tschechow
Die großen Zeiten der russischen Bären, wie die Spieler aus der Kleinstadt südlich von Moskau genannt werden, sind vorbei. Bei der Premiere des Champions League FINAL4 in Köln im Jahr 2010 gehörten die Russen noch zu den Top 4 Europas. Nach 2011 reichte es trotz siebenmaliger Teilnahme nur noch einmal für die Achtelfinals in der Königsklasse. In der heimischen Liga führt an Tschechow aber kein Weg vorbei. 2019 gewann Medwedi zum 18. Mal in Folge den Titel. Das Kader besteht ausschliesslich aus einheimischen Spielern, darunter mehrere russische Nationalspieler wie Rückraumspieler Dimitri Kiselew. Mit den Kadetten duellierten sich die Russen letztmals 2010/11.

IFK Kristianstad
Die prominenteste Persönlichkeit bei den Schweden steht an der Seitenlinie. Mit Lubomir Vranjes übernahm ein hochdekorierter Fachmann (3x Europa-, 1x Weltmeister als Spieler) im März 2019 die Geschicke. Als Trainer machte Vranjes vor allem mit Flensburg auf sich Aufmerksam. Mit den Norddeutschen gewann er u.a. 2014 die Champions League. Mit Kristianstad verpasste er in der abgelaufenen Saison jedoch den Titel, nach zuvor vier Meisterschaften in Serie. Bei der fünften Champions League-Teilnahme streben die Schweden einen Spitzenplatz in der Gruppe an. Das Ziel lautet: zweite Achtelfinalteilnahme.

GOG Gudme
Zehn Jahre nach dem letzten Auftritt in der Champions League sind die Dänen aus Gudme in der Nähe von Svendborg, die allseits nur GOG genannt werden, zurück in der Königsklasse. Finanzielle Probleme aus dem Jahr 2010 markierten eine Zäsur beim vorherigen Dauergast im Europacup. Zum neunten Mal tritt GOG diese Saison in der Champions League an. Der dänische Meisterschaftszweite und frühere siebenmalige Landesmeister baut dabei auf zahlreiche hoffnungsvolle Talente. Sinnbildlich hierfür ist Neuzugang Vikor Halgrimsson (Rejkjavik). Der 19-jährige Isländer gilt als eines der größten Torhütertalente Europas und soll mit seinen Teamkollegen nun Champions League-Luft schnuppern.

Bis Ende November stehen für Schaffhausen nun zehn Spiele in der Champions League auf dem Programm. Alle Auftritte der Kadetten werden im TV auf MySports ausgestrahlt. (Bericht: Matthias Schlageter)

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